Die meisten denken bei Leuchtstoffröhren an lange Stangen, die meistens in Schulen und Büros anzutreffen sind. Aber Leuchtstoffröhren haben schon lange, z.B. als Energiesparlampen in vielen Haushalten Einzug gehalten.
Der Hauptvorteil von Leuchtstoffröhren ist hinlänglich bekannt, sie verbrauchen deutlich weniger Strom als Glühbirnen. Für die gleiche Lichtmenge oder Helligkeit brauchen Sie wesentlich weniger elektrische Leistung. Pro Watt liegt die Lichtausbeute der Leuchtstofflampe bei 50 bis 100 Lumen, während eine Glühbirne lediglich 15-20 Lumen pro Watt bieten kann. Das Licht von Leuchtstofflampen verteilt sich großflächig, gleichmäßig und weitestgehend ohne Schatten und Blendeffekte. Hinzu kommt, dass sie gegenüber Glühbirnen eine circa achtfache Lebensdauer von mehreren Tausend bis hin zu 10.000 Stunden bieten.
Die weit verbreitete Annahme, dass sich Leuchtstoffröhren nicht für Privathaushalte lohnen, da ihr Stromverbrauch beim Starten extrem hoch sei, ist falsch. Richtig ist jedoch, dass sich die Lebensdauer der Röhre verkürzen kann, wenn sie häufig für kurze Zeit (unter 15 Minuten) ein- und ausgeschaltet wird. Dieses Problem lässt sich jedoch beheben, indem man ein elektronisches Vorschaltgerät benutzt. In vielen Lampen für Leuchtstoffröhren ist dieses bereits integriert, so dass die Lampe ganz normal, wie jede andere Lampe auch, montiert und das Leuchtmittel eingesetzt werden kann.
Ein weiteres falsches Vorurteil ist, dass Glühlampen in der Anschaffung günstiger sind, als Leuchttoffröhren. Beispielrechnungen ergeben jedoch, dass dem nicht so ist. Um die gleiche Leuchtkraft zu erzielen, müssten gleichzeitig drei 100-Watt-Glühbirnen brennen. Der Anschaffungspreis einer Leuchtstoffröhre entspricht dem von 24 Glühbirnen, somit liegt die Glühbirne gleichauf mit der Röhre deren Stromverbrauch jedoch bei gleicher Lichtleistung lediglich bei 1/3 liegt.
Abschließend sollen noch die Nachteile der Leuchtstoffröhre beleuchtet werden. Leuchtstoffröhren müssen nach Ende der Nutzung recyclet werden und dürfen nicht im gewöhnlichen Müll entsorgt werden, denn sie enthalten eine geringe Menge Quecksilber und diverse andere wertvolle Materialien. Zerbricht eine Leuchtstoffröhre, so tritt die geringe Menge des enthaltenen giftigen Quecksilbers aus. Eine Leuchtstoffröhre enthält jedoch weniger Quecksilber als ein handelsübliches Fieberthermometer. Hierzu sei angemerkt, dass Kohlekraftwerke Quecksilber emmittieren und diese Umweltbelastung höher ist, als die einer unrecycelten Leuchtstoffröhre.
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